Zahnräder & Zahnstangen

  • Zahnradgetriebe sind formschlüssig und somit schlupffrei
  • Die Verzahnungsgröße wird in Modul m angegeben (Zahnmitte bis Zahnmitte / π)
  • Je nach Anwendung werden die Achsen der verschiedenen Räder parallel, schneidend oder kreuzend angeordnet

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Zwei, unterschiedlich große Zahnräder aus Metall mit zentralen Bohrungen, rechts ein größeres Zahnrad ohne Nabe, links ein kleineres mit Nabe.

Zur Übertragung und Umsetzung von Drehmomenten

Ein Zahnradgetriebe wird durch zwei oder mehr miteinander gepaarte Zahnräder gebildet.
Zahnräder übertragen Drehmoment und Drehzahl von einer Welle auf eine andere. Sobald die Räder unterschiedlich groß sind, wird die Drehzahl erhöht oder verringert. Dabei wird das Drehmoment vermindert oder erhöht (Änderung des Übersetzungsverhältnisses).

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Zahnräder und Zahnstangen – Maße, Modul, Material

Was ist das Modul und wie bestimme ich das Modul?
Welche Materialien gibt es?
Wie wird die Kraft übertragen?

All das erfahren Sie in diesem Video.

Funktionsweise und Verzahnungsart

Metallische Zahnstange mit geraden, gleichmäßigen Zähnen und glatter Oberfläche.

Zahnstangen sind gerade Maschinenelemente mit Zähnen.
In diese greift ein außenverzahntes Zahnrad. Sie dienen zur Umsetzung einer Drehbewegung in eine geradlinige Bewegung oder auch umgekehrt.

Die Verzahnungsart der Zahnräder und Zahnstangen ist die sogenannte Evolventenverzahnung.
Diese wird in Industriegetrieben fast ausnahmslos verwendet. Die Zahnflankenform ermöglicht eine geringe Abnutzung und Wärmeentwicklung. Die Oberflächen der Zähne wälzen sich aufeinander ab. Alle Zahnräder mit dieser Zahnflankenform haben einen Eingriffswinkel von 20°.

Ein einzelnes Zahnrad und eine Zahnstange in metallischer Darstellung, die zueinander ausgerichtet sind.

Vorteile von Zahnradgetrieben:

  • Eine formschlüssige und schlupffreie Kraftübertragung mit wechselnder Drehrichtung
  • Im Gegensatz zu Ketten- und Riemengetrieben sind geringere Achsabstände möglich
  • Größere Kraftübertragung im Vergleich zu Riemengetrieben
  • Durch verschiedene Zahnradarten eignen sich Zahnradgetriebe für unterschiedliche Lagen der Wellenachsen
  • Große Übersetzungsverhältnisse sind möglich

Ein Zahnradgetriebe bildet sich durch die Paarung von mindestens zwei Zahnrädern

Diese lassen sich in Wälzgetriebe und Schraubgetriebe unterteilen. Je nach Anwendung und Lage der Radachsen bzw. der Wellen werden die verschiedenen Räder parallel, schneidend oder kreuzend angeordnet.

Zwei ineinandergreifende, Kegelräder in einer diagonalen Anordnung.

Bei den sogenannten Wälzgetrieben sind die Achsen entweder parallel (Stirnradgetriebe) zueinander oder sie schneiden sich (Kegelradgetriebe).
Im Gegensatz dazu sind die Achsen bei Schraubgetrieben (Schneckengetriebe, Zahnstangen) weder parallel zueinander, noch schneiden sie sich. Die Wellenachsen der Schraubgetriebe sind kreuzend angeordnet.

Parallel angeordnet Bsp: Stirnzahnräder

Schematische Darstellung zweier unterschiedlich großer Zahnräder mit überlagerten roten Linien in der Mitte, die den Rotationsachsen entsprechen.

Zu den Stirnzahnrädern

Schneidend angeordnet Bsp: Kegelräder

Schematische Darstellung zweier rechtwinklig angeordnete Kegelräder mit roten Achsenkreuzlinien.

Zu den Kegelrädern

Kreuzend angeordnet Bsp: Zahnstange

Schematische Darstellung eines Zahnrads, das in eine Zahnstange eingreift, mit zwei roten Linien zur Demonstration der Bewegungsrichtung und der Kraftübertragung.

Zu den Zahnstangen

Zwei ineinandergreifende Zahnräder; das linke ist größer als das rechte.

Das Stirnzahnrad (oder Zylinderrad) ist das am häufigsten verwendete Zahnrad

Durch Stirnzahnräder wird eine schlupffreie Kraftübertragung zwischen zwei parallel geführten Wellen ermöglicht. Es wird zwischen geraden (achsparallelen) Verzahnungen und Schrägverzahnungen unterschieden.

Schematische Darstellung der rechtwinkligen Verbindung zweier Kegelräder.

Durch Kegelradverzahnungen wird eine schlupffreie Kraftübertragung ermöglicht.
Dies gelingt zwischen zwei (meist) rechtwinklig geführten Wellen. Bei sich kreuzenden Wellen verwendet man gerad-, schräg- oder bogenverzahnte Kegelräder.

Zahnrad greift in eine Zahnstange ein; einfache schematische Darstellung.

Zahnstangen dienen zur Umsetzung einer Drehbewegung in eine geradlinige Bewegung oder umgekehrt.
Bei einem Zahnstangenantrieb ist die Zahnstange ein gerades Maschinenelement, welches in Kombination mit Zahnrädern eingesetzt wird.

Schwarzes Kunststoff-Zahnrad mit zylindrischer Bohrung in der Mitte.

Zahnräder und Zahnstangen sind in verschiedenen Materialien vorhanden.
Diese sind Stahl, Edelstahl, Messing und Kunststoff. Wenn die Elemente aus Stahl sind, sind diese auch mit gehärteten Zähnen erhältlich.

Auf Anfrage liefern wir Sonderanfertigungen.
Dazu gehören gerade- und schrägverzahnte, sowie spiralverzahnte Zahnräder und Zahnstangen. Bitte lassen Sie uns für Ihre Sonderanfertigung eine Zeichnung zukommen. Anhand Ihrer Anforderungen erstellen wir Ihnen gerne ein Angebot.